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Maßgeschneiderte Pumpentechnik

Versuche mit explosiven Fluiden: LEWA nimmt neuen Container-Prüfstand für kundenspezifische Einsatzszenarien in Betrieb.

 

Innovation im Hause LEWA: Um Pumpen- und Systementwicklungen unter noch realistischeren Bedingungen testen zu können, hat das Leonberger Unternehmen im Dezember 2018 einen eigens entwickelten Container-Prüfstand eingeweiht; dieser wird in Zukunft für Versuche mit heißen oder explosiven Fluiden verwendet. Bislang setzte der Pumpenhersteller zur Erprobung und Verifizierung von Pumpenfunktionen überwiegend Wasser als Fördermedium in seinen Prüfständen ein. Spezifische Anwendungsszenarien ließen sich damit jedoch nur bedingt abbilden. Da ein Großteil der Flüssigkeiten, die im Feld zum Einsatz kommen, als kritisch hinsichtlich Explosionsgefahr und Mitarbeiterschutz einzustufen sind, hat sich LEWA nun entschieden, das Versuchsfeld für die Anwendung solcher Medien zu erweitern.

Der zu einem Prüfstand weiterentwickelte Container ist in zwei Bereiche aufgeteilt – er enthält neben einem Versuchsbereich der Explosionsschutz-Zone 1, in dem die Testexperimente stattfinden, auch einen sicheren, nicht explosionsgefährdeten Schaltraum für die Unterbringung der Antriebs- und Steuerungstechnik. Zum Einsatz kommen in dem durch gasdichte Glasscheiben einsehbaren Versuchsraum kritische Fluide wie Benzin, Methanol, Aceton oder Nitroverdünnung bei Prozesstemperaturen von bis zu 80 °C und einer maximalen Menge von 200 l; Heißversuche mit Rapsöl, Glycerin oder Fragotherm erreichen sogar die 200 °C-Marke. Ein hochauflösendes Datenerfassungssystem sorgt unterdessen dafür, dass die Funktionsfähigkeit der jeweiligen Pumpe genau überwacht wird und die Versuche relevante Erkenntnisse zu den jeweiligen Aufgabenstellungen liefern. 

Erstes Projekt bereits gestartet

Um die Gesundheit der Beschäftigten sowie die Sicherheit der Anlage zu gewährleisten, zog LEWA bei der Planung des Prüfstands mehrere Brand- und Explosionsschutzsachverständige im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung hinzu. Potentielle Gefahren und die erarbeiteten Schutzmaßnahmen wurden anschließend in einem Explosionsschutzdokument festgehalten. Auf dieser Basis fand schließlich die weitere Auslegung des Containers statt: So wurden effektive Zündschutzmaßnahmen für Infrastruktur, Antriebssystem und Messkreis beispielsweise durch den Einsatz von druckfesten Gehäuse-Kapselungen sichergestellt. Zudem verfügt der klimatisierte Prüfstand neben separaten Rauch- und Flammenmeldern auch über ein System, das im Falle einer Gasdetektion automatisch eine Differenzdruck überwachte Zwangslüftung mit fünffachem Luftwechsel und Abluftführung einleitet. 

Die Durchführung eines ersten Versuchs in der Anlage hat nun zum Ziel, Membraneinspannungen mit einem niederviskosen Fluid auf Mikroleckagen zu untersuchen. Als Versuchsträger wurde hierzu eine Pumpe des Typs LEWA Ecoflow LDG3 mit einem M9-Pumpenkopf in Betrieb genommen. Tests wie diese kommen den Bedingungen der Kunden sehr nahe – LEWA ist daher in der Lage, auf individuelle Anwendungen künftig noch besser einzugehen.

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© 2019 LEWA GmbH
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